© DJH Jugendherbergen im Nordwesten

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Herbergen mit Herz

Arbeiten, wo andere Urlaub machen: An drei Standorten im Nordwesten haben sich inklusive Jugendherbergen etabliert, die mit engagierten Mitarbeitern punkten.

Drei Betriebe, ein Anspruch: Die Jugendherbergen in Leer, Aurich und Oldenburg sind wahre „Leuchttürme“, wenn es um Inklusion geht. Als erste inklusive Jugendherberge Deutschlands überhaupt startete 2012 das Haus in Leer und schon damals war die Sozialpädagogin Janina Goedeke mit am Start. „Wir wurden von Anfang an gut aufgenommen“, erinnert sie sich. „Eine unserer Herausforderungen bestand darin, dass wir damals erst noch ein Netzwerk aufbauen und Strukturen entwickeln mussten.“ Von Beginn an fanden sich engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zum Teil bis heute dem Haus treu sind. Vor fünf Jahren gesellte sich dann das Haus in Aurich dazu, das seit kurzem unter der Leitung von Georgios Tsanis steht. Hier liegt der Fokus auf einem starken Sportprofil und knapp 50 Prozent der Gäste sind Schulklassen.
Jüngster Zuwachs in der Region ist die Jugendherberge Oldenburg, die im Oktober 2019 ihre Tore öffnete und 200 Betten anbietet. Einer der 50 Mitarbeiter heißt Julian Menzel, er ist ausgebildeter Bürokaufmann und sitzt aufgrund einer progressiven Muskelerkrankung im Rollstuhl. „Die Arbeit am Empfang und der Kontakt mit Menschen sind genau das Richtige für mich und ich bin froh, dass ich hier eine Chance bekommen habe“, erzählt der 25-Jährige. „Ich kann sowohl vorn mit den Gästen als auch hinten im Büro arbeiten und habe hier tolle Unterstützung bei den Kollegen gefunden.“


Gastgeber an der Küste
Die Region um Leer, Aurich und Oldenburg lebt von ihrer Nähe zum Wasser und von freundlichen Menschen, die andere herzlich willkommen heißen.
Nicht weit von der Küste und ganz nah an den Menschen: Ein Großteil der Mitarbeiter in den drei Jugendherbergen stammt aus der Region und ist in dieser Gegend aufgewachsen. Eine hohe Fluktuation gibt es nicht. Wer sein Herz an die Region im Nordwesten verloren hat, bleibt dieser meist treu.
Rezeptionist Julian Menzel wurde in Oldenburg geboren, er lebt inzwischen im nahegelegenen Cloppenburg und schätzt die schönen Freizeitangebote in der Region. „Es gibt hier so viel zu entdecken, auch und gerade mit dem Fahrrad“, erzählt Julian. „Von der Fußgängerzone über die Schlosshöfe bis hin zum Museumsdorf ist für jeden etwas dabei.“ Leer, das „Tor Ostfrieslands“, punktet mit den Flussläufen der Ems sowie der Leda mitten in der Stadt und im 35 Kilometer entfernten Aurich bietet das „platte Land“ viel Sport, Ruhe und Erholung.

Mehr Informationen unter www.jugendherberge.de

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